03.03.2005

Auseinandersetzung mit Namensgeber der Stiftung notwendig zum Erhalt des Museums. SPD-Abgeordnete Strässer und Schulze fordern Distanzierung vom Namensgeber der Erik-von-Witzleben Stiftung.

Westpreußisches Landesmuseum: Distanzierung von 'von Witzleben' gefordert.
"Wir möchten erreichen, dass das Westpreußische Landesmuseum in Münster bleibt. Das Konzept des Museums sei insgesamt zu begrüßen so Strässer und Schulze und deswegen muss das Museum für Münster auch erhalten bleiben. Ziele des Museums sind unter anderem die Förderung europäischer Gesinnung im Zeichen von Toleranz auf allen Gebieten der Kultur und die ständige Pflege von Verbindungen und Zusammenarbeit mit kulturellen Institutionen der östlichen Nachbarvölker. "Diese Ziele gilt es im Sinne unserer Stadt zu unterstützen?, so Strässer und Schulze.

Gerade um dieses Ziel zu erreichen ist eine Distanzierung vom Namensgeber der - das Museum tragenden - Stiftung und eine öffentliche Auseinandersetzung darüber dringend geboten?, erklärten der SPD Bundestagsabgeordnete Christoph Strässer und die SPD Landtagsabgeordnete Svenja Schulze.

Beide Abgeordnete kritisieren die bisher fehlenden Stellungnahmen sowohl seitens des Stiftungsrates als auch seitens des Oberbürgermeisters und der CDU-Abgeordneten und Landtagskandidaten zu diesem Thema. Die Stellungnahme des Oberbürgermeisters und der Stiftung, sie werde Argumente für den Museumsstandort Münster zusammentragen, lässt jede Auseinandersetzung mit diesem Thema vermissen. Strässer und Schulze: "Wer im 60. Jahr nach der Befreiung vom Faschismus dazu schweigt, dass eine Stiftung noch immer den Namen eines SS-Sturmbannführers trägt, dem fehlt nicht nur jedwede Sensibilität, sondern der desavouiert, umso länger das Schweigen anhält, die positiv zu beurteilende Arbeit des Museums?.



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