19.01.2006

Pläne der Landesregierung gefährden die Arbeit bei der Krebsbekämpfung

"Keine Kürzungen bei der Krebsberatung!"
"Die erfolgreiche Arbeit zur Bekämpfung von Krebs wird von der schwarz-gelben Landesregierung gefährdet?, empört sich die münsteraner Landtagsabgeordnete Svenja Schulze (SPD) über die Kürzungsabsichten für die Krebsberatungsstellen in NRW. Davon betroffen sei auch die Einrichtung in Münster, die zum Netzwerk der 16 Krebsberatungsstellen im Land gehöre. Die geplante Mittelkürzung um 80.000 Euro sei im Gesamthaushalt des Landes nur eine sehr kleine Position, so Schulze. "Für die einzelne Beratungsstellen ist die Streichung aber Existenz gefährdend?, erklärt die Abgeordnete.

Krebs gehört nach wie vor zu den häufigsten Todesursachen. Wie Schulze mitteilt, erkrankten im Land erkranken jährlich 75.000 Menschen an Krebs, 2004 starben in NRW allein 46.514 Menschen an den Krebsfolgen. Schulze: "Im internationalen Vergleich ist die Mortalität in Deutschland unverhältnismäßig hoch. Das liegt auch am mangelnden Zugang der Patienten zu Informationen und an der fehlenden unterstützenden Begleitung und Beratung.? Hier leisteten die Beratungsstellen eine unverzichtbare Arbeit. NRW hatte unter der rot-grünen Landesregierung diese Arbeit zur Qualitätssicherung der Begleitung und Beratung durch Krebsberatungsstellen finanziell unterstützt. "Wenn die Landesregierung jetzt die Fördermittel streicht, wird es diese Informationsangebote in der Qualität nicht mehr geben?, befürchtet Schulze.

Was die Abgeordnete besonders ärgert, ist das handwerkliche Vorgehen der Landesregierung. So würden die Mittelkürzungen vorgenommen, noch ehe das Parlament über den Haushalt beraten habe und obwohl ein Gesamtkonzept zur Begleitung und Betreuung von Krebspatienten sich gerade erst in Arbeit befinde. Schulzes Fazit: "Das Land überlässt Selbsthilfegruppen und Beratungsstellen sich selbst und zieht sich aus der Gesundheitsförderung zurück. Das ist verantwortungslos.?



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