03.08.2006

Svenja Schulze macht Praktikum bei den Evangelischen Beratungsdiensten

Die Landtagsabgeordnete in der Realität der Beratungspraxis
"Die Nöte und Fragen der Menschen haben mich betroffen gemacht!? Mit diesen Worten fasst die Svenja Schulze (SPD) ihre Eindrücke aus einem zweitätigen Praktikum in der Diakonisches Werk Münster ? Ev. Beratungsdienste gGmbH (EBD) zusammen.

Die Landtagsabgeordnete informierte sich zunächst insgesamt über die Beratungs- und Hilfeangebote der EBD. Als Praktikantin widmete sie sich besonders den Aufgaben des Fachdienstes "Migration? und der Fachberatungsstelle "Wohnhilfen+Existenzsicherung? und nutze die für sie seltene Möglichkeit des direkten Gesprächs mit den Ratsuchenden: "Das sind Menschen in ganz besonders schwieriger Lebenslage, oft wohnungslose Frauen und Männer, die spezifischer Beratungsansätze und Hilfen bedürfen?, erläutert Gunther Braun, Praxisanleiter von Schulze. Er versteht den "Praxisschock? seiner Praktikantin: "Zu uns kommt eine Bandbreite von Menschen; angefangen von jenen, die bemerken, dass ihre Lebenssituation sich nachteilig verändert und die frühzeitig um Beratung nachfragen bis hin zu jenen Mitbürgerinnen und Mitbürgern, die keinen Zugang mehr zur so genannten Normalität haben, die aus fast allen Lebens-Bezügen herauskatapultiert sind.? Diese vielschichtige Klientel mit in jedem Beratungsgespräch sehr unterschiedlichen Anliegen war eine neue Erfahrung für die Praktikantin Schulze. "Ich habe tiefe Einblicke in Perspektivlosigkeit, in existentielle Sorgen und Nöte der Menschen bekommen. Der Klientel und den Mitarbeitenden der Fachberatungsstelle bin ich wirklich dankbar, dass sie diese wichtige Arbeit leisten. Ein solches Angebot ist dringend notwendig, um den Menschen eine Perspektive aufzuzeigen?.

Für Leitung und Mitarbeitende der Diakonisches Werk Münster ? Ev. Beratungsdienste gGmbH fügt sich das Praktikum der Landtagsabgeordneten Svenja Schulze zusätzlich in ein besonderes Licht: Die NRW-Landesregierung streicht für 2008 neuerlich Zuschüsse für den Sozialbereich und beabsichtigt, die Mittel für die Freien Wohlfahrtsverbände um weitere Millionen absenken. Besonders dorgt sich Gunther Braun um die möglichen Folgen gerade für nicht so durchsetzungsstarke Personengruppen. "Ich wünsche mir,? hofft Braun, "meiner Praktikantin hautnah deutlich gemacht zu haben, was diese Kürzungen und daraus entstehende Folgen auch für unsere Beratungsdienste und damit für alle Münsteraner bedeuten?.

Svenja Schulze wird nach den aus ihren Sozialpraktika gewonnenen für sie wichtigen Erfahrungen und veränderten Sichtweisen diesen Weg des Zugangs in den Alltag von Beratungs- und Hilfeeinrichtungen beibehalten und zu einem regelmäßigen Anliegen ihres Landtagsmandats werden lassen.




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