12.09.2006

Svenja Schulze zu Gast bei Informationsveranstaltung

Berg Fideler gegen Verkauf der WGM-Wohnungen
Mit ihrer Informationsveranstaltung zum geplanten Verkauf der Wohnungen der Wohnungsgesellschaft Münsterland (WGM) hat die SPD Berg Fidel den Nerv der Mieter getroffen. Das Berg Fideler Begegnungszentrum "Alte Post? konnte die Besucher nicht fassen, einige Mieter standen gar vor dem Eingang.
Von der Landtagsabgeordneten Svenja Schulze wurde die Absicht der CDU/FDP-Landesregierung, die Wohnungen der landeseigenen Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) und deren Tochtergesellschaft WGM zu verkaufen, kritisch erläutert. Dies führe zur Aufgabe von bezahlbarem Wohnraum, so Schulze, und bekäme eine besondere Brisanz durch den Plan der CDU/FDP, gleichzeitig den Kündigungsschutz abzubauen. In Münster seien 6031 Wohnungen der WGM betroffen. Gegen die Pläne der Landesregierung hat sich die Volksinitiative "Sichere Wohnungen und Arbeitsplätze? gebildet. Die Volksinitiative will landesweit 66.000 Unterschriften gegen den Wohnungsverkauf sammeln und damit Landtag und Landesregierung verpflichten, sich erneut mit dem geplanten Verkauf zu befassen. Als Vertrauensperson der Volksinitiative für Münster rief Schulze zur breiten Unterstützung auf.

Große Zustimmung der Anwesenden bekam der LEG-Gesamtsbetriebsratsvorsitzende Theo Strässer, der den wirtschaftlich unsinnigen Verkauf und die negativen Folgen für Mieter und betroffene Stadtteile aufzeigte. Die möglichen Käufer, ausländische Investitionsfonds hätten wenig Interesse an Modernisierung und Instandhaltung. Wie Strässer an Beispielen aufzeigte, sollen mit Mieterhöhungen und ausgedünnter Belegschaft die Gewinne kurzfristig gesteigert werden. Danach würden die Mietwohnungen im großen Umfang als Einzeleigentum verkauft.

Die Meinung der Mieter traf Karl-Heinz Winter vom SPD-Ortsverein mit der Feststellung, "wir wollen die WGM mit ihren 690 bezahlbaren Wohnungen in Berg Fidel behalten. Auch das soziale Engagement der WGM im Stadtteil muss erhalten bleiben.? Das anschließende Diskussionsergebnis zusammenfassend erklärte Winter: "Nur so kann Berg Fidel als sozial stabiler und lebenswerter Wohnort erhalten werden.? Spontan konnte er 63 Unterstützungsunterschriften für die Volksinitiative sammeln und kündigte weitere Aktivitäten des Ortsvereins an.

Interessierte können sich am Infostand in der Hogenbergstraße am kommenden Samstag von 11 bis 13 Uhr informieren und die Volksinitiative unterzeichnen.




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