19.09.2006

Seehofer gefährdet Verbraucher und Landwirte

Nach Gen-Reis jetzt auch noch Gen-Raps?
Nach der Abstimmung im EU-Agrarministerrat , mit der Stimme von Landwirtschaftsminister Seehofer, die Einfuhr gentechnisch verändertem Raps genehmigt wurde, sieht die münsteraner Landtagsabgeordnete und Verbrauchschutzexpertin Svenja Schulze (SPD) einen neuen Skandal am politischen Horizont: "Es ist absolut nicht nachvollziehbar und inkonsequent, wenn sich noch in der vergangenen Woche Minister Seehofer über gentechnisch veränderten Reis aufregte und nun einer für die Verbraucher und Landwirte ungleich größeren Gefahr seinen Segen gibt."

Raps ist nicht koexistenzfähig, wie wissenschaftliche Studien beweisen. Das bedeutet, dass gentechnisch veränderter Raps aufgrund der jahrelangen Überdauerungsfähigkeit der Rapssamen im Boden und wegen des bekanntermaßen weiten Pollenflugs in unseren Breiten nicht ohne großes Auskreuzungsrisiko angebaut werden kann.

"Wo gentechnisch veränderter Raps angebaut wird, kann keine gentechnik-freie Landwirtschaft mehr garantiert werden," warnt Schulze und fordert: "Es darf kein Anbau von gentechnisch verändertem Raps zugelassen werden. Auch die Einfuhr und der Umgang mit gentechnisch veränderten Rapssamen muss unterbleiben. Da wird sonst der Grundstein für den nächsten Skandal gelegt."

Auch vor dem Hintergrund des aktuellen Skandals mit nicht zugelassenem gentechnisch verändertem Reis ist die Zustimmung Deutschlands zur Einfuhr von Gen-Raps nicht nachvollziehbar und das falsche Signal. Minister Uhlenberg muss die Verbraucher in NRW vor gentechnisch verändertem Raps schützen. Verbraucher müssen frei wählen können, ob sie gentechnisch veränderte Produkte essen möchten. Bei einem Anbau von gentechnisch verändertem Raps kann das nicht mehr sichergestellt werden.



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