24.09.2006

Uhlenberg schweigt zu Gen-Raps-Skandal

Der Skandal um den zuletzt in Deutschland aufgetauchten Gen-Reis hat jetzt eine unrühmliche Fortsetzung erfahren. Der EU-Agrarministerrat hat in dieser Woche die Einfuhr von gentechnisch verändertem Raps genehmigt - und zwar mit der Stimme von CSU-Landwirtschaftsminister Horst Seehofer. Sein Amtskollege aus Nordrhein-Westfalen, Eckehard Uhlenberg, schweigt zu diesem abenteuerlichen Vorgang.

Es ist absolut nicht nachvollziehbar und inkonsequent, wenn sich Herr Seehofer zuletzt über gentechnisch veränderten Reis aufregte und die Verbraucher und Landwirte nun einer ungleich größeren Gefahr aussetzt, sagte die Verbraucherschutzexpertin der NRWSPD, Svenja Schulze.

Das Verhalten Seehofers ist verantwortungslos, weil gentechnisch veränderter Raps - einmal ausgesät - sich sehr leicht mit anderen Pflanzen kreuzt. Mit anderen Worten: Die Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland werden einem unverantwortlichen Risiko ausgesetzt.

Wo gentechnisch veränderter Raps angebaut wird, kann keine gentechnik-freie Landwirtschaft mehr garantiert werden, warnte Svenja Schulze und stellte klar: Es darf kein Anbau von gentechnisch verändertem Raps zugelassen werden. Auch die Einfuhr und der Umgang mit gentechnisch veränderten Rapssamen muss unterbleiben.

Minister Uhlenberg muss die Verbraucher in NRW vor gentechnisch verändertem Raps schützen. Menschen sind keine Versuchskaninchen. Verbraucher müssen frei wählen können, ob sie gentechnisch veränderte Produkte essen möchten. Bei einem Anbau von gentechnisch verändertem Raps kann das nicht mehr sichergestellt werden.





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