12.12.2006

Christoph Strässer und Svenja Schulze fordern Bahnhofsmanagement in Münster auf, sich um die Wanderausstellung zur Beteiligung der Reichsbahn an der Deportation von Juden zu bewerben.

SPD-Abgeordnete wollen Holocaust-Ausstellung in den Bahnhof Münster holen
"Am 13. Dezember 1941 wurden aus Münster die ersten Juden ins Ghetto von Riga deportiert. Dieses Datum nehmen wir zum Anlass, um Sie aufzufordern und zu bitten, sich für den Bahnhof Münster um eine Station der Wanderausstellung zu bewerben?. Das schrieben die beiden münsterschen SPD- Abgeordneten Svenja Schulze (MdL) und Christoph Strässer
(MdB) dem Manager des Bahnhof Münster, Herrn Lüers.

Die Ausstellung, die Schulze und Strässer nach Münster holen möchten, behandelt u.a. die Rolle der Reichsbahn bei der Deportation von Juden in Konzentrations- und Vernichtungslager. Im Mittelpunkt der Wanderausstellung, die vermutlich Ende 2008 in Berlin eröffnet wird und dann durch deutsche Bahnhöfe "tourt?, wird vor allem das Schicksal und das unglaubliche Leid der im Nationalsozialismus deportierten jüdischen Kinder stehen.

Über die Frage, ob diese Ausstellung nur in Museen oder auch in Bahnhöfen gezeigt werden soll, war es zu wochenlangen Diskussionen zwischen der Deutschen Bahn AG und dem Bundesverkehrsminister Tiefensee gekommen. Nach wochenlanger Weigerung einigten sich Bahn AG und Verkehrsministerium am 1. Dezember darauf, dass die Ausstellung auch in deutschen Bahnhöfen gezeigt wird.



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