27.07.2007

Mittelstreichung ist Schlag ins Gesicht der Betroffenen

SPD: Unabhängige Arbeitslosenberatung im cuba erhalten!
"Die vorgesehene Mittelstreichung durch das Land muss rückgängig gemacht werden?, fordern im Gespräch mit Mitgliedern der cuba-Arbeitslosenberatung die SPD-Landtagsabgeordneten Svenja Schulze und Dr. Anna Boos. Das Land NRW hat angekündigt, die für diese Aufgabe den Arbeitsloseninitiativen bisher jährlich landesweit zur Verfügung gestellten 4,6 Mio. Euro aus EU-Mitteln ab Oktober 2008 zu streichen.

Bei einem Termin mit den Mitarbeitern Arnold Voskamp und Annemarie Besse infomierten sich Schulze und Boos über die langjährige Arbeit der unabhängigen Arbeitslosenberatungsstelle im cuba. Seit Beginn der Arbeit des sozio-kulturellen Zentrums im Jahr 1986 werden kontinuierlich steigende Zahlen von Beratungen und Gesprächen gezählt ? im letzten Jahr waren es insgesamt fast 1400 Kontakte. Im Stil der Arbeit einer Verbraucherberatungsstelle erfolgt die Beratung individuell und auf den jeweiligen Lebensplan des Ratssuchenden bezogen.

"Diese besondere Qualität der Beratung bedeutet für den Einzelnen, dass er oder sie sich offen mit uns austauschen kann. Im Mittelpunkt unserer Gespräche steht nicht die Frage, ob Mittel gekürzt oder bewilligt werden. Wir beraten wesentlich umfangreicher ? etwa bei der Planung von beruflichen Perspektiven?, macht Arnold Voskamp deutlich, dass sich die Arbeit der cuba-Beratungsstelle deutlich von der des Arbeitsamtes unterscheidet. "Durch die besondere Besetzung der Stellen im cuba ist es auch möglich, dass sich zum Beispiel Frauen entscheiden können, ob sie von einer Frau beraten werden möchten?, weist Annemarie Besse darauf hin, dass im cuba auf die besondere psycho-soziale Situation der Erwerbslosen eingegangen werde. Auch auf die gute Zusammenarbeit mit anderen Stellen weist das Beraterteam des cuba hin: "Wir freuen uns, dass auch die ARGE unsere Arbeit und die Kooperation mit uns schätzt ? wie neulich auch über die Medien deutlich wurde.?

"In Münster kann und will niemand auf die enorme und seit Jahren anerkannte Beratungserfahrung dieser freien Arbeitslosenberatung verzichten. Das Modell der Landesregierung, jede freie Einzelberatung erst bei der ARGE beantragen zu lassen, ist absolut untauglich?, fordert Anna Boos eine Fortsetzung der institutionellen Förderung durch das Land. Svenja Schulze wirft der Landesregierung in Düsseldorf vor, sich mit einer Streichung der Mittel aus der Verantwortung gegenüber den Arbeitslosen zu stehlen. "Die Kommunen sollen zukünftig die Betreuung der Langzeitarbeitslosen übernehmen ? Geld erhalten sie dafür nicht mehr. Angesichts der knappen öffentlichen Kassen ist das ein Schlag ins Gesicht.?

Die SPD-Politikerinnen fordern auf der Landesebene eine Fortsetzung der Finanzierung und die Formulierung eines Lösungskonzeptes für die Arbeit der freien Beratungsstellen.



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