03.09.2007

Svenja Schulze und Dr. Anna Boos: SPD fordert sachliche Diskussion über die Zukunft der Schule

Die SPD in Nordrhein-Westfalen hat vor einer Woche einen weitreichenden Antrag zur Bildungspolitik beschlossen. Unter dem Titel 'Beste Bildung für alle' wurden wichtige Forderungen formuliert:
- Die Beitrags- und Gebührenfreiheit von der KiTa über die berufliche Bildung bis zur Hochschule,
- Ganztagsbetreuung für alle Schülerinnen und Schüler,
- die Stärkung der frühkindlichen Bildung und
- längere gemeinsame Lernzeiten in der Gemeinschaftsschule.

Dazu erklären die SPD-Abgeordneten Svenja Schulze und Dr. Anna Boos aus Münster:
"Seit dem SPD-Parteitag in Bochum steht unser Modell der Gemeinschaftsschule im Mittelpunkt der öffentlichen Debatte. Wir Sozialdemokraten haben dabei unseren Anspruch an die Schulpolitik deutlich gemacht: Alle Kinder müssen alle Chancen haben. Leider versucht insbesondere die CDU durch eine bewusste Verdrehung von Tatsachen das SPD-Bildungskonzept zu diskreditieren und durch sachfremde und teilweise polemische Beiträge die Auseinandersetzung zu untergraben. Nur so ist der gezielte Aufruf der Landes-CDU zu verstehen, durch 'Leserbriefe an die örtlichen Zeitungsredaktionen' Protest zu äußern, 'wovon auch die Landespartei profitieren würde'.

Wir fordern alle Verantwortlichen und Betroffenen in den Parteien und in der Gesellschaft dazu auf, sich sachlich und vorurteilsfrei - im Sinne unserer Kinder - an dieser wichtigen Diskussion zu beteiligen. Parteitaktische Feldzüge auf dem Rücken unserer Kinder haben dabei nichts zu suchen. Sie schaden dem notwendigen Dialog. Wir begrüßen ausdrücklich, dass sich bereits eine Reihe von CDU-Kommunalpolitikern von dieser Kampagne distanziert hat. Gerade in Münster wissen wir, dass auch CDU und katholische Kirche alternative Schulformen unterstützen: Der große Erfolg der Bischöflichen Gesamtschule "Friedensschule" macht deutlich, dass längeres gemeinsames Lernen die richtige Schulform ist.

Wir sind der festen Überzeugung, dass es in der Bildungspolitik Veränderungen geben muss. Das dreigliedrige Schulsystem wird den Anforderung der Zukunft nicht gerecht. Das frühe Einsortieren der Kinder in verschiedene Schubladen ist ungerecht und unsozial. 60.000 Sitzenbleiber pro Jahr und die Tatsache, dass auf einen Aufsteiger neun Absteiger kommen, sprechen eine deutliche Sprache. Deshalb wollen wir die Gemeinschaftsschule für NRW. Sie steht für längeres gemeinsames Lernen und für individuelle Förderung. Sie grenzt niemanden aus und sorgt für eine höhere Durchlässigkeit innerhalb des Schulsystems."




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