19.10.2007

Besuch im Haus der Niederlande

SPD-Landtagsabgeordnete für mehr Zusammenarbeit mit Benelux
Die Benelux-Länder und Nordrhein-Westfalen arbeiten im Hochschulbereich gut und erfolgreich zusammen. Bedauerlich ist aber, dass die schwarz-gelbe Landesregierung offenbar keine Notwendigkeit sieht, an dieser Kooperation weiter zu arbeiten, wie die drei SPD-Landtagsabgeordneten Anna Boos, Svenja Schulze und Markus Töns beim Besuch des Hauses der Niederlande feststellten. "Das Amt des Landesbeauftragten für die Zusammenarbeit zwischen NRW und Benelux wurde ersatzlos gestrichen", so Schulze. Im Gespräch mit Prof. Dr. Friso Wielenga, der das Amt bis 2005 noch ausfüllte, äußerten die Sozialdemokraten scharfe Kritik an dieser Politik, die nur noch eine Projektförderung ermöglicht.

Denn zu tun ist noch eine ganze Menge. Wielenga betonte, dass die Niederlande zwar für deutsche Studierende durchaus sehr attraktiv sind. "In den Niederlanden selbst geht der Blick dann aber oftmals eher in die USA oder nach Frankreich", so der Niederlande-Experte. Viel Kooperation hält Anna Boos auch noch für notwendig, um die Vergleichbarkeit der Studienabschlüsse zu gewährleisten. Boos: "Nur durch die Umstellung auf Bachelor und Master sind die Probleme nicht gelöst. In den Niederlanden ist die Studienkultur eine andere, so dauern Master-Studiengänge oft nur ein Jahr."

Markus Töns, SPD-Abgeordneter aus Gelsenkirchen und Mitglied im Hauptausschuss, forderte eine verstärkte Zusammenarbeit der Hochschulen, gerade auch um gemeinsame Projekte an der Schnittstelle zwischen Wirtschaft und Wissenschaft voranzubringen. Alle Gesprächsteilnehmer waren sich darin einig, dass die Euregio als grenzüberschreitender Raum weiter an Bedeutung gewinnen wird. "Mehr Kooperation und nicht weniger ist deshalb nötig, um diese Entwicklung für die Menschen in NRW und in den Benelux-Ländern zu nutzen", forderten die SPD-Landtagsabgeordneten.



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