14.11.2007

Halbzeitbilanz im Landtag

Boos und Schulze: "Schlechte Noten für schwarz-gelb?
"Regierung und Koalition verantworten eine falsche Politik für Nordrhein-Westfalen. Elternbeiträge steigen, Bildungszugänge werden erschwert, Studiengebühren schrecken vom Studium ab.? Das Urteil der münsterschen SPD-Landtagsabgeordneten und Bildungsexpertin Dr. Anna Boos über zweieinhalb Jahre schwarz-gelbe Landesregierung in Düsseldorf kann kaum vernichtender ausfallen: "Das ist die Folge von Kürzungen im Haushalt und neuen Gesetzen im Bildungsbereich, die in die falsche Richtung führen", so Boos.

Ihre Kollegin Svenja Schulze, die auch Vorsitzende der Münsteraner SPD ist, wirbt für eine andere Politik: "Mit CDU und FDP in der Regierung verpasst unser Land alle Zukunftschancen. Wir brauchen keine ideologisch motivierte Politik des "Privat vor Staat" gegen die Kommunen, sondern klare Schwerpunktsetzungen für Bildung, Kinder und eine ökologische Industriepolitik für Klimaschutz und Arbeitsplätze."

In der zweiten Hälfte der Legislaturperiode werden die Sozialdemokratinnen die Schulpolitik in das Zentrum ihrer politischen Arbeit rücken. Auch, weil die Schülerzahlen in NRW bis 2016 durchschnittlich um über 15 Prozent sinken werden. "Vor allem im ländlichen Raum merkt man das jetzt schon sehr stark", so Boos, Bildungsexpertin in der SPD-Fraktion. Die SPD-Politikerinnen setzen einen Kontrapunkt und schlagen eine Gemeinschaftsschule vor, in der alle Kinder nach der Grundschule in Klasse 5 und 6 weiter gemeinsam lernen: "Das Modell der Gemeinschaftsschule reagiert auf diese Entwicklung und schafft dazu bessere Chancen für unsere Kinder: Wir wollen alle Bildungsgänge - vom Hauptschulabschluss bis zum Abitur - unter einem Dach anbieten.?

Die Gemeinschaftsschule ist ein wichtiger Bestandteil des SPD-Gesamtkonzeptes "Beste Bildung für alle". Wichtig für Boos und Schulze: "Dazu gehört auch die Gebührenfreiheit vom Kindergarten bis zur Hochschule."

Die nächste Landtagswahl 2010 wirft jetzt schon ihre Schatten voraus. Svenja Schulze ist der Überzeugung, dass es dabei besonders um das Vertrauen der Menschen geht. "Die Landesregierung hat viele ihrer Versprechen gebrochen, z.B. bei der Mitbestimmung im öffentlichen Dienst. Das merken die Wählerinnen und Wähler und werden es nicht vergessen. Die SPD steht dagegen für eine Politik, die es ernst meint mit guter, menschenwürdiger Arbeit und der besten Bildung für alle. Wir werden die Studiengebühren wieder abschaffen und Schluss machen mit der Selektion von Schülern und Studierenden nach dem Geldbeutel der Eltern."



zurück
Berichten Sie darüber:
  • bei twitter
  • bei facebook
  • bei delicious
  • bei digg
  • bei google
  • bei webnews
  • bei Mister Wong
  • versenden
Ihr Name

Ihre Mailadresse:
Name des Empfängers
Empfänger-Adresse
Nachricht für den Empfänger
Sicherheitsfrage:Bitte tragen Sie das Ergebnis der folgenden einfachen Rechnung ein: 30 + 5 =