25.11.2007

NRW-Umwelttour erfolgreich

Mit dem umweltpolitischen Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion Marco Bülow und seiner Kollegin im nordrhein-westfälischen Landtag Svenja Schulze fand die erste NRW-Umwelt-Tour der SPD statt. Diese Veranstaltung, bei der sich Abgeordnete aus Bund und NRW über umwelt- und energiepolitische Themen vor Ort informieren, soll in Zukunft zu einer jährlichen Einrichtung der Umweltpolitiker werden.

Auftakt der Tour war der Besuch einer Dortmunder Biodieseltankstelle AVIA. Die Firma ist mit 800 Stationen einer der größten Tankstellen-betreiber in Deutschland und führte jetzt einen neuen CO2-optimierten Kraftstoff ein. Mit AVIA Super E10 wird ein Kraftstoff mit einem höheren Bioethanolanteil angeboten. Dadurch kann die CO2-Emmission um ca. 15 Gramm pro Kilometer reduziert werden. An sechs Stationen soll nun in Dortmund dieser Kraftstoff angeboten werden. Es wurde dabei aber auch auf die Problematik hingewiesen, dass die Masse an Bioenergie begrenzt ist und in Kon-kurrenz zu Nahrungsmittel treten kann.

Die zweite Station der Politiker bildete ein Geothermie-Workshop im Bochumer Rathaus. Marco Bülow dazu: "Der Bereich der Geothermie ist vor allem für den Bereich der Wärme unterschätzt worden. Neben der Förderung des Erneuerbaren-Energien-Gesetztes im Strombereich muss auch künftig die Geothermie im Wärmebereich gefördert wer-den. Ein großer Vorteil der Geothermie ist vor allem die gute Nutzbar-keit mit anderen Erneuerbaren Energien?

Die Oberbürgermeisterin der Stadt Bochum, Ottilie Scholz moderierte die Veranstaltung. Neben SPD-Landtagsabgeordneten, diskutierten auch SPD-Bundestagsabgeordnete und Vertreter der Bochumer Wirt-schaftsförderung mit. Ein interessanter Aspekt in der Diskussion war die mögliche Nutzung von ehemaligen Zechen im Ruhrgebiet für die Geothermie. Das mögliche Auslaufen der Kohleförderung biete bereits jetzt die Möglichkeit zu überlegen, inwieweit diese Areale für die Geo-thermie genutzt werden könnten.

Das Projekt Prometheus der RUB verdient dabei eine besondere För-derung des Landes NRW, die es von der Landesregierung zugesagt bekommen hat, aber die bisher nicht realisiert wurde. Mit dem Projekt PROMETHEUS will die Ruhr-Universität Bochum geothermische Wärme aus 4000 m Tiefe am Standort Bochum fördern und nutzen. Das Pro-jekt soll zeigen, dass es sich lohnt, geothermische Energie nach dem Hot-Dry-Rock Verfahren zu gewinnen und in das Fernwärmenetz der Ruhr-Uni und angrenzender Verbraucher einzuspeisen.

Letzter Anlaufpunkt der Umwelt-Tour war das Wuppertal-Institut für Klima, Umwelt und Energie. Dort sprachen die Umweltpolitiker und örtliche Bundestagsabgeordnete Manfred Zöllmer mit den Leitern des Instituts, u.a. mit dem Präsidenten Dr. Peter Hennicke, über das wich-tige Thema der Energieeffizienz und erörterten neue Technologien und deren Nutzbarkeit. Diskutiert wurden zum Beispiel neuere Ansätze zur Vermeidung von CO2, das so genannte CCS, eine Methode, um Koh-lendioxid bei der Industrie oder in Kraftwerken einzufangen und in unterirdischen Lagerstätten zu verwahren.
Dazu Marco Bülow: "CCS könnte sich zu einem Bereich entwickeln, der einen kleinen Teil zur CO2-Reduzierung beitragen kann, auch wenn es kein Königsweg ist. In Zukunft wird es daher wichtig sein dieses The-ma offen aber kritisch stärker zu betrachten, da die Probleme der Endlagerung bei allen Vorteilen von CCS nicht ausreichend geklärt sind und es zu starken Mehrkosten kommt.?

Die zentrale Forderung der Umweltpolitiker bleibt daher die deutliche Steigerung der Energieeffizienz und der weitere Ausbau der Erneuer-baren Energien. "Gerade für ein Energieland wie NRW ist eine nach-haltige Energiewende wichtig für die künftige ökologische und ökono-mische Entwicklung des Landes und der Menschen vor Ort?, weiß Svenja Schulze.




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