16.03.2009

Landtagsabgeordnete im Gespräch mit Arbeitnehmervertretern

Svenja Schulze zum Informationsaustausch mit CocaCola-Betriebsräten
Am Dienstag, 16.03.09 besuchte die SPD-Landtagsabgeordnete Svenja Schulze den CocaCola-Produktionsbetrieb in Münster am Kesslerweg. Im Mittelpunkt des Gespräches mit Betriebsräten und Gewerkschaftsvertretern stand die geplante Schließung der Erfrischungsgetränkeproduktion in Münster sowie die Verpackungsverordnung. Frau Schulze ließ sich von den Arbeitnehmervertretern über die aktuelle Situation im Betrieb informieren. Hintergrund ist die Ankündigung des Unternehmens, den Produktionsstandort Münster schließen zu wollen. Von den Plänen sind rund 60 Beschäftigte betroffen.

Frau Schulze will sich in der Landespolitik dafür einsetzen, dass die Bemühungen von Betriebsräten und Gewerkschaft, den Produktionsstandort Münster zu erhalten, breitere politische Aufmerksamkeit und Unterstützung erfahren. Sie bekräftigte ihre Unterstützung des Unterschriftenaufrufes der Gewerkschaft NGG, den seit vergangenem Samstag bereits über 1.500 Münsteranerinnen und Münsteraner unterzeichnet haben.

In diesem Zusammenhang wurde auch das Thema Verpackungsverordnung diskutiert. "Wir brauchen ein klares Bekenntnis zum Mehrweg. Wegen der Arbeitsplätze und nicht zuletzt auch aus umweltpolitischen Gründen?, erklärte Wilfried Pälmer, Gesamtbetriebsrats- und Aufsichtsratsmitglied von Coca Cola.

Ulrich Möller, Gesamtbetriebsratsmitglied Coca Cola, wies auf die Ausbreitung von Einweggetränkeverpackungen zulasten des Mehrwegs hin: "Discounter wie Aldi und Lidl, die ausschließlich Einweggetränke verkaufen, beherrschen mittlerweile 60 % des Marktes für alkoholfreie Getränke ? mit all den Folgen für die Arbeitsplätze und für die Umwelt. Die Bepfandung von Einweg hat dazu geführt, dass der Verbraucher den Unterschied zwischen Mehrweg und Einweg nicht mehr erkennt.

Der örtliche Betriebsratsvorsitzende der Produktionsstätte, Helmut Finkenbrink, erläuterte, dass der Standort Münster im Unternehmen Coca Cola ein wichtiges Drehkreuz für den Mehrwegbereich darstellt: "Die in Münster verarbeiteten Leergutmengen können nicht ohne weiteres in anderen Standorten bewältigt werden.? Als Marktführer im Erfrischungsgetränkesegment vertreibt Coca Cola rd. 70 % seiner Produkte in Mehrwegverpackungen und -flaschen.



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