30.04.2009

Nach einer Studie der Fachhochschule Köln sind die Krankenzahlen in den Kinderbetreuungseinrichtungen des Landes als Folge von KiBiz gestiegen

Boos und Schulze: KiBiz macht krank
Eine repräsentative Studie der Fachhochschule Köln hat jetzt bewiesen, dass das Kinderbildungsgesetz (KiBiz) der schwarz-gelben Landesregierung seine Ziele noch nicht mal annähernd erreicht. Schlimmer noch: "Das KiBiz macht krank. Der Krankenstand unter den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Kindertageseinrichtungen ist seit Einführung des KiBiz vor knapp neun Monaten um ein Drittel angestiegen", so die beiden Münsteraner SPD-Landtagsabgeordneten Svenja Schulze und Dr. Anna Boos. "Das ist ein deutliches Indiz für die gestiegene Belastung des Personals. Man braucht aber gutes und gesundes Personal, damit die Qualität der Betreuung beim KiBiz nicht auf der Strecke bleibt."

Neben der hohen Belastung für die Arbeitskräfte in den Einrichtungen haben sich auch viele Verträge geändert: In fast der Hälfte der Arbeitsverhältnisse gibt es Veränderungen, was für viel Unruhe sorgt. Eine große Anzahl von Verträgen wurde nicht verlängert. Die Zahl der 400 Euro-Kräfte hat sich dagegen fast verdoppelt. "Von den versprochenen Verbesserungen durch das KiBiz ist nichts zu bemerken. Stattdessen gibt es in den Kitas jetzt oft mehr Kinder, die aber von weniger Personal betreut werden müssen", so die SPD-Abgeordneten.

Schulze und Boos forderten deshalb, endlich mehr für die Qualität der Betreuung in den Kindertageseinrichtungen zu tun. "Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen genauso wie die Kinder die Folgen einer verfehlten Politik ausbaden. Zu vernünftigen Betreuungseinrichtungen gehören aber zufriedene Arbeitskräfte, die für ihre Arbeit angemessen bezahlt werden. Die Landesregierung muss hier endlich umschwenken und das KiBiz, das zurecht als reines Spargesetz bezeichnet wird, entsprechend ändern."




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