12.05.2009

Svenja Schulze und Betriebsrat Tepper: Mitbestimmung erhalten

Mit einer Abordnung des Betriebsrates der zum ThyssenKrupp-Konzern gehörenden Tepper Aufzüge GmbH in Münster trafen sich die SPD-Landtagsabgeordnete Svenja Schulze und der 1. Bevollmächtigte der IG Metall Münster, Jürgen Schmidt, zum Informationsaustausch über Neustrukturierung und laufende Sparprogramme des Konzerns. Der Betriebsrat warnte davor, dass durch die vom Konzernvorstand beabsichtigte neue Konzernstruktur die Mitbestimmung der Arbeitnehmer "teilweise unter die Räder? geraten könnte. Im Jahre 2003 sei es gerade mit dem Instrument der Mitbestimmung gelungen, die Tepper Aufzüge GmbH als Fertigungsstandort zu sichern. Heute sei das Unternehmen ein leistungsfähiger und hochspezialisierter Betrieb, der sich am Markt und im Konzern gut behaupte. "Wir brauchen eher mehr wirksame und fachgerechte Mitbestimmung, nicht weniger?, so der Vorsitzende des Betriebsrates, Günter Achtermann.

Nach Auffassung von Egbert Schulze Uphoff, dem stellvertretenden Betriebsratsvorsitzenden, haben sich die gegenwärtigen Mitbestimmungsstrukturen "absolut bewährt?. Wir brauchen mehr Transparenz. Die Vorstandspläne aber führen eher zu Intransparenz?, unterstreicht Schulze Uphoff. Svenja Schulze sagte die Unterstützung der SPD-Landstagsfraktion in der laufenden Debatte zu: "Mitbestimmte Betriebe sind die erfolgreicheren. Deshalb muss ein Maximum an Mitbestimmung der Arbeitnehmer ein Markenzeichen für ThyssenKrupp bleiben?, so Schulze.

Die nach den gegenwärtigen Plänen des ThyssenKrupp-Vorstandes beabsichtigte Zentralisierung kritisiert auch Jürgen Schmidt von der IG Metall. Zentralisierung führe erfahrungsgemäß nicht zur Beschleunigung, sondern zur Verlangsamung von Entscheidungen und Prozessen. "Entscheidungen werden nicht dadurch richtiger, dass sie zentral getroffen werden.? Abgesehen davon warnt auch Schmidt davor, die Mitbestimmungskultur im Unternehmen aufs Spiel zu setzen.

Am Freitag vergangener Woche hatte sich die Tepper-Belegschaft im Rahmen einer außerordentlichen Betriebsversammlung über die aktuellen Pläne zur Umstrukturierung des Konzerns informiert und dem Vorstand symbolisch die Rote Karte gezeigt, berichtete Bettina Grunden vom Betriebsrat. Die Belegschaft erwarte die morgen zu treffende endgültige Entscheidung über die neuen Strukturen des Unternehmens mit Spannung. Die positive Entwicklung der Tepper Aufzüge GmbH dürfe durch falsche Entscheidungen des Vorstandes nicht unterbrochen werden.
Der Münsteraner Aufzughersteller beschäftigt gegenwärtig 285 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.




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