15.05.2009

Münster ohne Lobby bei der Düsseldorfer Regierung

CDU/FDP-Landesregierung schwächt erneut den Standort Münster
Münster gilt seit 200 Jahren als "Schreibtisch Westfalens?, Beamte und Angestellte machen 64 Prozent der Münsteraner Bevölkerung aus - bis heute. Im Bereich von Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur ist die "lebenswerteste" Stadt wichtig für das Münsterland - weltoffen und modern.

"Wenn es nach der CDU/FDP-Landesregierung geht, ist der Rückschritt vorprogrammiert", fassen Svenja Schulze und Dr. Anna Boos die aktuellen Entwicklungen für Münster durch den drohenden Wegfall des WestLB-Standortes, des erst vor fünf Jahren geschaffenen Krebsregisters und des LIGA (Landesinstituts für Gesundheit und Arbeit) zusammen.

Svenja Schulze macht deutlich, dass eine Konzentration des Gesundheits-Campus in Bochum in der vorgesehenen Form nicht sinnvoll sei: "Einer Verlagerung von LIGA und Krebsregister kann aus Münsteraner Sicht nicht zugestimmt werden: Münster hat eine hohe Qualität als Gesundheitsstandort - diesen Faktor muss man stärken und nicht schwächen. Die Entscheidung stellt für den Gesundheits- und Wissenschaftsstandort Münster eine klare Schwächung dar."

Einig sind sich die SPD-Landtagsabgeordneten aber vor allem in ihrer Kritik in Bezug auf die wegfallenden Arbeitsplätze und die daraus entstehenden Belastungen für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Boos: "Teilzeitkräfte, die im Münsterland wohnen, werden wohl kaum nach Bochum wechseln können. Das haben wir schon bei verschiedenen anderen Schließungen von Standorten in Münster feststellen müssen." Die Zahl des Verlustes von Arbeitsplätzen in Münster steige seit Beginn der CDU-Regierung in Düsseldorf kontinuierlich an: Landesbetrieb Straßen NRW - 164 Arbeitsplätze, Landesbetrieb Wald und Holz - 80 Arbeitsplätze, Umbau der Versorgungs- und Umweltverwaltung - rund 190 Arbeitsplätze, jetzt wieder bei Krebsregister, LIGA und WestLB - rund 120 Arbeitsplätze, die der WestImmo noch nicht eingerechnet.

"Die Stadt Münster verändert ihr Gesicht und verliert einen Teil ihres Fundaments - und die Menschen in Münster und dem Münsterland verlieren ihren Job und ihre Lebensqualität. Die Landesregierung scheint das wenig zu interessieren", meint Anna Boos.

"Münster und das Münsterland haben keine Lobby in Düsseldorf - die vor Ort gewählten CDU- und FDP-Vertreter sind ein Totalausfall bei der Wahrung der Interessen ihrer eigenen Wählerschaft", kritisieren Schulze und Boos.




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