08.03.2010

Gleicher Lohn für gleiche Arbeit ist in Deutschland immer noch eine unerledigte Forderung

Boos und Schulze zum Frauentag:
Für die gleiche Arbeit bekommen Frauen in Deutschland immer noch weniger Lohn als Männer. 2008 betrug der Lohnunterschied zwischen den Geschlechtern 23 %; in nur drei Ländern der EU ist der Unterschied noch größer: Für die SPD-Landtagsabgeordneten Dr. Anna Boos und Svenja Schulze ist das ein Skandal. "Leider einer, an den man sich schon viel zu lange gewöhnt hat", meinen die beiden Sozialdemokratinnen. Den internationalen Frauentag am 8. März nehmen sie deshalb auch zum Anlass, auf diese und weitere Ungerechtigkeiten zwischen den Geschlechtern hinzuweisen.

So sind z.B. immer noch viel zu wenig Frauen in Führungspositionen in der Wirtschaft. "Durch diese Ungerechtigkeit wird einerseits das Gehaltsgefälle zwischen Männern und Frauen weiter aufrechterhalten, andererseits vergeuden wir dadurch auch ein großes Potenzial für unsere Wirtschaft und die Gesellschaft insgesamt ", so Boos und Schulze.

Die Sozialdemokratinnen kritisierten außerdem, dass die Verantwortung für die Familien immer noch überwiegend den Frauen zugeschrieben wird: "Echte Gleichstellung wird es erst geben, wenn wir neben der Gleichstellung im realen Leben auch die alten Rollenbilder aus den Köpfen haben. Unabhängig vom Geschlecht haben alle das gleiche Recht auf Selbstverwirklichung, Familie und Karriere." Die Zeit sei reif für gesetzliche Maßnahmen z.B. zum Mindestlohn, um das gleiche Geld für die gleiche Arbeit durchzusetzen und eine Quotenregelung in den Aufsichtsräten einzuführen.




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