05.05.2010

"Einwegflaschen gefährden Arbeitsplätze"

Svenja Schulze trifft Bundesverband des Getränkegroßfachhandels

"Der dramatische Rückgang beim Mehrwegsystem gefährdet nicht nur in den Abfüllbetrieben viele Arbeitsplätze. Leider setzen die Discounter auf die Einwegflasche mit Pflichtpfand, die Mehrwegquote ist so auf 30 Prozent gesunken" erklärte Svenja Schulze, Umweltexpertin und münsteraner SPD-Landtagsabgeordnete, anlässlich eines Treffens mit Martin Dreyer (Gedränke Dreyer) und Günther Guder, dem geschäftsführender Vorstand des Bundesverbandes des Deutschen Getränkegroßfachhandels.

Das Mehrwegsystem leiste einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Es schone die Ressourcen und vermeide Abfall. "Die Bundesregierung muss endlich eine klare Kennzeichnung für Einweg- oder Mehrwegflasche einführen. Wenn dies nicht hilft, muss notfalls eine Einwegabgabe eingeführt werden, damit das umweltfreundliche Mehrwegsystem und die damit verbundenen Arbeitsplätze erhalten werden", forderte Svenja Schulze.

Günter Guder erklärte: "Mehrweg braucht weitere politische Unterstützung. Die durch die Dumpingpreise der Discounter stattfindende massive Verdrängung der Mehrwegsysteme bei alkoholfreien Getränken hat nicht nur negative Auswirkungen auf Klima und Umwelt, sondern vor allem auch auf die mittelständisch geprägte Getränkewirtschaft in NRW. Die Getränkehersteller sowie die Getränkegroß- und -Einzelhändler beschäftigen insgesamt noch über 25.000 Menschen in nicht exportierbaren Arbeitsverhältnissen. Diese regionalen Arbeitsplätze werden durch einen zunehmenden Dumpingpreis- und Verdrängungswettbewerb gefährdet, wenn nicht eingeschritten wird."

Der Getränkegroßhandel erwirtschaftet nach eigenen Angaben in NRW mit 770 Betrieben und rund 10.100 Beschäftigten einen Umsatz von 3,9 Mrd. € und sorgt mit seinen Dienstleistungen für das Funktionieren der Mehrwegsysteme in Deutschland.



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