26.06.2012

SPD unterstützt den Aufruf "Pro Schlossplatz"

Partei und Abgeordnete einig: "Kein Zurück zu Hindenburg in Münster"
"Mit der SPD wird es keine Umbenennung des Schlossplatzes geben. Es gibt für uns selbstverständlich kein Zurück mehr zu Hindenburg als Namensgeber in Münster". Das erklärten der Vorsitzende der Münsterschen SPD für deren Vorstand sowie die Landtagsabgeordneten Svenja Schulze und Thomas Marquardt wie auch Bundestagsabgeordneter Christoph Strässer.

"Anders als die CDU ist die Münstersche Sozialdemokratie einig und eindeutig in ihrer Politik. Wir haben den Antrag zur Umbenennung des ehemaligen Hindenburgplatzes in Schlossplatz in den Rat eingebracht und mit allen Fraktionen, außer der CDU, und mit dem Oberbürgermeister einheitlich durchgesetzt", heißt es weiter in der Erklärung der SPD-Spitze.

Die SPD-Ratsfraktion hatte schon Anfang Mai, als erste Partei in Münster, eine eigene Broschüre herausgegeben mit Argumenten für die vom Rat getroffene Entscheidung, den größten Platz Münsters nicht mehr nach demjenigen zu benennen, der Hitler als Reichskanzler inthronisierte und zu den Totengräbern der ersten deutschen Demokratie gehört.

"Wir werden für den Schlossplatz kämpfen. Nicht nur, weil eine neuerliche Benennung des Platzes nach Hindenburg die Stadt Münster national und international zum Gespött machen und enorm schaden würde, sondern vor allem, weil wir nicht vergessen haben, wofür tausende deutscher Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im antifaschistischen Widerstand standen, eingekerkert, gefoltert und ermordet wurden."




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