19.03.2014

Arbeitsbedingungen für Hebammen müssen verbessert werden.

Die weiter stark steigenden Haftpflichtversicherungen für Hebammen sind auch in Münster ein Thema: Vor wenigen Tagen machten die Betroffenen in der Münsteraner Innenstadt auf ihre prekäre Lage aufmerksam. Die SPD-Landtagsabgeordneten Thomas Marquardt und Svenja Schulze kündigen nun eine Initiative der SPD-Landtagsfraktion an. Die Fraktionen von SPD und Grünen im nordrhein-westfälischen Landtag haben einen gemeinsamen Antrag beschlossen, der unter anderem eine bessere Vergütung für Hebammen fordert.

"Die Kosten für die Haftpflichtversicherungen der selbstständigen Hebammen haben sich in den letzten 10 Jahren verzehnfacht und gefährden einen gesamten Berufsstand. Lediglich eine Versicherung bietet noch einen Versicherungstarif an. Fällt dieser - wie angekündigt - weg, wäre ein ganzer Berufsstand in seiner Existenz stark gefährdet", fasst Thomas Marquardt die prekäre Situation der Hebammen zusammen.

"Stark steigende Versicherungsprämien und stagnierende Löhne passen nicht zusammen. Wir favorisieren einen steuerfinanzierten Fonds zur Finanzierung. Zuletzt wurde in Münster die Geburtsstation am Evangelischen Krankenhaus geschlossen. Wir möchten auch in Münster ein breites Angebot aufrecht erhalten", so Schulze.

Die SPD-Abgeordneten sehen in der Initiative der Regierungsfraktionen auch ein Engagement für werdende Eltern: "Neben den Hebammen helfen wir mit unserer Initiative auch vielen Familien. Wir möchten den werdenden Eltern die Wahlfreiheit ermöglichen, ob sie ihr Kind auf der Geburtsstation einer Klinik oder zu Hause auf die Welt bringen", so Schulze und Marquardt abschließend.



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