06.06.2014

KiBiz-Reform leitet einen politischen Paradigmenwechsel in der frühkindlichen Bildung ein

Der nordrhein-westfälische Landtag hat in seiner Sitzung am vergangenen Mittwoch mit rot-grüner Mehrheit eine umfassende Reform des Kinderbildungsgesetz (KiBiz) beschlossen.
Der nordrhein-westfälische Landtag hat in seiner Sitzung am vergangenen Mittwoch mit rot-grüner Mehrheit eine umfassende Reform des Kinderbildungsgesetz (KiBiz) beschlossen.

„Nach dem Spargesetz von CDU/FDP führen wir mit der KiBiz-Reform einen politischen Paradigmenwechsel ein.“, begrüßen die Münsteraner SPD-Landtagsabgeordneten Thomas Marquardt und Svenja Schulze die Beschlussfassung im Landtag. „Die strukturelle Unterfinanzierung der frühkindlichen Bildung wurde durch uns gestoppt. Das Land NRW hat seine Ausgaben für die frühkindliche Bildung seit 2010 auf mehr als 2 Milliarden Euro nahezu verdoppelt.“

Das Gesetz sieht vor, dass die Kindertageseinrichtungen in NRW ab dem 1. August 2014 jährlich 100 Millionen Euro mehr erhalten. Davon sind zur Entlastung des Kita-Personals 55 Millionen Euro eingeplant. Von diesem Geld können zum Beispiel mehr Erzieher oder Hauswirtschaftskräfte eingestellt werden. Darüber hinaus gehen 45 Millionen Euro an Tagesstätten, die in ihrem Umfeld besonders viele Kinder aus bildungsschwachen Familien haben. „Wir wollen die individuelle Förderung der Kinder weiter verbessern und setzen die finanziellen Mittel dort ein, wo sie gebraucht werden.“, so Thomas Marquardt. „Für jede KiTa bedeutet das - in Anhängigkeit von ihrer Größe - eine Erhöhung der Personalpauschale um 4.000 bis 10.000 Euro pro Jahr.“, weiß Svenja Schulze zu berichten.

Teil der Reform ist auch die Abschaffung des umstrittenen Sprachtests Delphi-4. Anstelle des Sprachtests im Alter von 4 Jahren sollen die Erzieherinnen und Erzieher künftig die Sprachentwicklung der Kinder durchgängig beobachten und dokumentieren.

„Unsere Gespräche vor Ort haben immer wieder gezeigt, dass die von CDU und FDP eingeführte Praxis der Sprachtests in KiTas realitätsfern war und nicht die individuelle Entwicklung der Kinder berücksichtigt hat. Mit der neuen Regelung schaffen wir die Basis für eine individuelle und zielgenaue Sprachförderung der Kinder.“, so Schulze und Marquardt abschließend.



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