29.06.2016

Bild: Erstaufnahmeeinrichtung - Besuch, am Tisch, Foto: Pat Röhring
Fotos: Pat Röhring

Svenja Schulze: „Hier wird der Grundstein für eine gelingende Integration gesetzt“

SPD-Landtagsabgeordnete besucht kommunale Erstaufnahmeeinrichtung in der ehemaligen Oxford-Kaserne
Die Münsteraner Landtagsabgeordnete Svenja Schulze besuchte gemeinsam mit Cornelia Wilkens, Dezernentin der Stadt Münster für Soziales und Integration, die kommunale Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in der ehemaligen Oxford-Kaserne in Gievenbeck. Im Gespräch mit den zuständigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des sozialen Dienstes, Nina Herbstmann, Mariele Piel und Florian Stritzke, informierte sich die SPD-Politikerin über die Angebote für die Geflüchteten und den Integration Point der Agentur für Arbeit. Während eines Rundganges über das Oxford-Areal und eines Besuches der neuen Unterkunft an der Gronowskistraße ergab sich die Möglichkeit, sich einen Eindruck von den Räumlichkeiten zu machen.
Bild: Erstaufnahmeeinrichtung - Besuch, draußen, Foto: Pat Röhring

Bild: Erstaufnahmeeinrichtung - Besuch, Foto: Pat Röhring
„Die hier vor Ort geleistete Arbeit zeugt von gelebter Integration und setzt einen ersten Grundstein für die Menschen, die zu uns fliehen mussten. Wir wollen diejenigen, die länger oder für immer in unserem Land bleiben, bestmöglich integrieren“, so Schulze. Der soziale und integrative Dienst für die Geflüchteten beginnt hier direkt nach der Begrüßung mit einer Perspektivklärung aller aufgenommenen Menschen und trägt sämtliche relevanten Informationen zur gesundheitlichen Situation, zur Ausbildung und beruflichen Qualifikation sowie zur Schulbildung der Kinder zusammen, um gemeinsam mit den Geflüchteten an einer Perspektive zu arbeiten. Alle Kinder im Alter von sechs bis siebzehn Jahren nehmen umgehend an einem zweiwöchigen Deutsch-Intensiv-Kurs teil, nachmittags wird zudem Kinderbetreuung angeboten. Im Rahmen der gesundheitlichen Prävention und Erstversorgung werden bspw. Impfsprechstunden angeboten und das Gesundheitsamt kümmert sich um die Belange von Schwangeren und Kindern.
Bild: Erstaufnahmeeinrichtung - Besuch, Foto: Pat Röhring
Das Rechts- und Ausländeramt sowie freie Träger (u. a. die GGUA) befinden sich ebenfalls mit regelmäßigen Sprechzeiten vor Ort. Angeboten wird auch die Begleitung zu diversen Behördengängen und Hilfestellungen bei den dortigen Formalitäten.

Der ebenfalls auf dem Oxford-Areal gelegene und in Kooperation zwischen der Stadt Münster und der Agentur für Arbeit entstandene Integration Point, bietet eine Starthilfe für Ausbildung und Arbeit aus einer Hand. Der Integration Point richtet sich an Menschen mit "Bleibewahrscheinlichkeit". Ohne Zeitverlust soll die Integration in Ausbildung und Arbeit in die Wege geleitet werden, während parallel das Asyl-Anerkennungsverfahren läuft. Dieses Zeitfenster wird genutzt, um beispielsweise die Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse zu klären, für die Berufsberatung, für Sprachkurse sowie für die berufliche Qualifizierung. Die Vermittlung von Betriebspraktika, Ausbildungs- und Arbeitsstellen kann so frühzeitig gelingen. Als Kooperationspartner für den Integration Point konnten unter anderem die Kammern, die Wirtschaftsförderung, die Universität und die Fachhochschule Münster gewonnen werden.

Bild: Erstaufnahmeeinrichtung - Besuch, draußen, Foto: Pat Röhring

Zum Abschluss dankte Svenja Schulze den anwesenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Sozialamtes und der Agentur für Arbeit für das herausragende Engagement. „Aufgrund einer großartigen Gemeinschaftsleistung von Land, Stadt Münster, den ehrenamtlich Tätigen und den freien Trägern ist es mit einer enormen Kraftanstrengung möglich, die vielen zu uns kommenden Menschen menschenwürdig unterzubringen und ihnen eine gute Zukunftsperspektive zu bieten“, so die Sozialdemokratin. Das Land stehe dabei hinter den Kommunen. „Münster erhält allein in diesem Jahr eine Landeszuweisung in Höhe von rund 35 Millionen Euro“, erklärt Schulze.

Hintergrund
Die Stadt Münster betreibt seit einiger Zeit die städtische Erstaufnahme für Flüchtlinge auf dem Gelände der ehemaligen Oxford-Kaserne im Stadtteil Gievenbeck. Alle neu zugewiesenen Flüchtlinge für Münster werden zunächst dort untergebracht. Die Einrichtung bietet aktuell Platz für etwa 100 Menschen und soll nach Abschluss der Umbauarbeiten an den ehemaligen Truppen-Quartieren 170 Plätze bieten. Ziel der Arbeit vor Ort ist es, die Menschen willkommen zu heißen und ihnen innerhalb des zwei- bis vierwöchigen Aufenthalts eine erste Orientierung in der Stadt Münster zu geben.




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